Warum Vegan – Gründe für eine vegane Lebensweise

Die Gründe für eine vegane Lebensweise sind so zahlreich, dass es durchaus sein kann, dass hier nicht jeder einzelne genannt wird. Und dennoch muss man sich oft von anderen Menschen, die sich durch Mischkost ernähren, anhören wie ungesund und nicht ausreichend eine vegane Ernährung und Lebensweise doch ist. Dass das nicht so ist und Sie sich gesund pflanzlich und vollwertig ernähren können und dabei so viel Gutes tun, erfahren Sie hier.

Gemüsekorb
Gemüsekorb lecker und gesund

Zudem ist der Blick auf den einzelnen Menschen im Kontext von einem veganen Leben viel zu eng. Denken Sie alleine mal daran wie viele Tiertransporte es gibt, an Massentierhaltung oder auch wie viele Ressourcen benötigt werden, um die Tiere zu mästen, die dann wieder geschlachtet werden. Der Hunger der Welt könnte durch eine konsequente vegane Lebensweise beendet werden.

Als kurzes Beispiel hierzu, für die Produktion von einem Kilo essbarem Rindfleisch werden etwa 4 bis 10 Kilogramm Getreide benötigt, ca. 16.000 Liter Wasser, 22 Kg Treibhausgase und eine Nutzfläche von 27 bis 49 Quadratmeter. Um Ihnen diese Zahlen etwas greifbarer zu machen, eine Person verbraucht in Deutschland im Durchschnitt ca. 125 Liter Wasser pro Tag.

Hinzu kommen die CO2 Ausstöße der Tiermassen bei der Fleischproduktion, die schrecklichen Umstände unter denen die Tiere gehalten und geschlachtet werden – ganz gleich, ob für den direkten Verzehr, also um geschlachtet zu werden oder für die Ausbeutung ihrer weiteren nutzbaren „Bestandteile“ wie Leder, Milchprodukte oder Wolle.

Dann kommen noch die positiven Effekte auf uns dazu, Veganer sind gesünder, fitter, haben eine bessere Ausstrahlung und leben oft länger.

Zudem ist der Pro-Kopf-Konsum an Tierprodukten über die vergangenen Jahrzehnte dramatisch gestiegen und hat deutlich ungesunde Formen für alle Beteiligten in dieser Kette erreicht bzw. auch schon längst überschritten.

Gehen wir das Thema Veganismus schrittweise an.

Durch den Start in ein veganes Leben und den Veganismus werden Sie in vielen Bereichen Ihres Lebens eine deutliche Verbesserung verspüren können.

Die Umstellung auf eine vollwertige, vegane Ernährung mit viel frischen Lebensmitteln und gesunden, pflanzlichen Fetten wirkt sich sehr positiv aus, auf:

  • Eine verbesserte Gesundheit
  • Ihre Seele und Ihr Gewissen bezogen auf die Tiere und was Sie Gutes für Ihre Umwelt tun
  • Ihre Energie, Sie werden vitaler
  • Ihr Selbstbewusstsein und damit Ihre Ausstrahlung
  • Ihre Denkfähigkeit wird sogar verbessert
  • Ihr Körperfettanteil wird (in der Regel) sinken
  • Den Hunger der Welt

Das Leid der Tiere vermeiden

Der wohl für die meisten Veganer wichtigste Grund zum Veganismus ist der, dass sie den Tieren kein Leid zu fügen wollen. Dieses

Schweinekopf
Toter Schweinekopf

unfassbare Leid, welches den Tieren zugefügt wird, kann komplett gestoppt werden. Alle anderen Gründe für ein veganes Leben sind Gründe, die den Schritt zu einem veganen Leben unterstützen, jedoch in den meisten Fällen sind sie nicht ausreichend dafür, dass jemand seinen Lebensstil hin zum veganen Leben ändert.

Wer überzeugt vegan leben will, der muss überzeugt sein, dass Tiere Rechte haben und das es falsch ist Tiere wie Ware zu behandeln, die benötigt wird um den Konsum der Menschen zu decken.

Das unwürdige Leben das alle Mast-Tiere, egal ob Rinder, Kälber, Schweine oder Hühner führen, ist ein absoluter Graus. Diese Tierhaltung ist kaum in Worte zu fassen und jedem Menschen im Grunde auch bewusst. Man darf nur nicht die Augen verschließen und muss anerkennen, dass diese brutalen Massen-Schlachtereien und Quälereien ein Ende haben müssen.

Es gibt eine langsame Veränderung, doch reicht diese Veränderung nicht aus.

Vegan is(s)t gesünder

Vegan leben und sich entsprechend auch vegan zu ernähren ist schon mal per se deutlich gesünder als das was in der westlichen Welt als „normale“ Mischkost der Alles-Esser bezeichnet. Denn Veganer nehmen schon mal keine tierischen Inhaltsstoffe zu sich und somit auch keine tierischen Fette. Dennoch sei auch gesagt, dass vegan nicht in jedem Fall und immer auch gesund sein muss und nachhaltig schon gar nicht. Wenn Sie zum Beispiel fünf Bier, Pommes und ordentlich vegane Weingummi essen, dann freuen sich die Tiere, denn Sie haben sich vegan ernährt. Gesund oder nachhaltig ist es aber natürlich nicht. Dieses bewusst überzogene Beispiel soll verdeutlichen, das jede Ernährungsweise nur gesund sein kann, wenn sie ausgewogen und vollwertig ist. Davon ist auch der Veganismus nicht ausgenommen.

Vollwertige vegane Kost meint frische und unbehandelte Lebensmittel der jeweiligen Saison, die am besten aus der Region kommen, um im Sinne der Nachhaltig keine langen Flugstrecken oder dergleichen hinter sich zu haben. Also viel Getreide, Gemüse und Obst.

Gemüse Vielfalt
Vielfalt an Gemüse, Karotte, Tomate, Himbeeren, Walnüsse, Salat

Eine vollwertige gesunde Ernährungsweise ist das Beste, was Sie für Ihren Körper tun können – schon biologisch bedingt. Denn durch die Evolution ist der Mensch darauf angelegt so viel zu essen bis er satt ist, dieses Verlangen wohnt uns inne. Doch wann ist ein Mensch wirklich satt? Wenn er seinem Körper alle Lebensmittel und Inhaltsstoffe gegeben hat, die er braucht. Wenn das aber nicht der Fall ist und dem Körper etwas fehlt, dann wird ein Hungergefühl erzeugt, auch wenn es im Grunde nur das Verlangen nach einem bestimmten Nährstoff ist. Die meisten Menschen, die sich von Mischkost ernähren und wenig mit Ernährung beschäftigen, essen dann einfach wieder etwas Ungesundes oder nicht vollwertiges und erzeugen ein kurzzeitiges Sättigungsgefühl. Aber auch dann wird der Bedarf des Körpers oft nicht nachhaltig gedeckt sein und ihm fehlen weiterhin zum Beispiel Ballaststoffe, Eiweiße, Mineralien oder andere Nährstoffe. Das Resultat ist ein Kreislauf in dem der Mensch viele Kalorien zu sich nimmt, ohne dem Körper wirklich satt zu machen. Dadurch wird man nicht richtig satt, aber häufig dick und oft auch krank.

Ein Umstieg auf pflanzliche Nahrung ist gut, allerdings sollte sie nicht aus konventionellem Anbau kommen. Da hier viele Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten sein können, die auch für den Menschen nicht gut sind.

Lesen Sie mehr zu einer vollwertigen veganen Ernährung.

Fleisch macht den Menschen krank

Das kommt zum einen durch die im Fleisch enthaltenden Fettsäuren, die durch die nicht artgerechte Haltung bzw. offen gesagt der brutalen Massentierhaltung, noch schlechter werden. Fettsäuren unterscheidet man in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte (Omega 3 und Omega 6). Gerade in Fleisch sind viele gesättigte Fettsäuren enthalten, diese stehen unter Verdacht den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Daher sollte man davon nicht zu viel zu sich nehmen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren dagegen sind essentiell für uns und können vom Körper nicht selbst produziert werden. Daher müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden, in Fleisch sind sie aber nicht enthalten. Und wenn sich Tiere zu wenig bewegen, dann hat das auch einen negativen Einfluss auf ihre Fettsäuren.

Neben dem ungesunden Fettsäuremuster von Fleisch kommt ein weiterer interessanter Fakt. Fleisch stresst uns. Das mag vielleicht im ersten Moment komisch klingen, doch mit der Aufnahme von Fleisch isst man eine ganze Menge Stresshormone der Tiere mit. Denn jedes geschlachtete und hingerichtete Tier steht unter extremen Stress und Angst, die Ausschüttung entsprechender Hormone ist die logische Konsequenz. Mit jedem Bissen Fleisch nehmen Alles-Esser also auch eine ordentliche Portion Stresshormone zu sich.

Diese Hormone sind bei Tieren und Menschen gleich, denn wir sind alle Säugetiere und können den Stresshormonen durch die Zufuhr von Fleisch nicht entgehen. Da hilft es auch nicht sich Bio-Fleisch zu kaufen, denn auch Bio-Schweine schlafen nicht friedlich ein, sondern werden genauso qualvoll hingerichtet wie die anderen Mast-Tiere, auch wenn sie ein etwas schöneres Leben hatten. Dennoch ist der Prozess des Schlachtens nicht weniger stressig für diese Tiere.

Auch Fisch ist ungesund für den Menschen

Fisch hat komischer Weise immer noch den Ruf, dass er gut für den Menschen ist, das es nicht so schlimm sei Fische zu essen und so weiter. Bezogen auf den Hormon-Haushalt und die ausgeschütteten Stresshormone mag das stimmen, denn Fische sind keine Säugetiere.

Allerdings weisen viele Fische einen hohen Anteil an Umweltgiften auf, da sie oft am Ende der Nahrungskette stehen. Fische sind einer hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt, die auch für den Menschen nicht gesund ist.

Milchprodukte sind ungesund für Menschen

Was für Fleisch und Fisch gilt, das gilt auch für Milchprodukte – auch sie sind ungesund für den Menschen. So hat z.B. Dr. Ernst Walter Henrich (Pro-Vegan) herausgefunden, dass es ohne Milchprodukte keinen Diabetes 1 geben würde!

Laut der Welt verbraucht ein Durchschnittsbürger pro Jahr in Deutschland 92 Liter Milch. Damit ist der Verbrauch zwar etwas gesunken, insgesamt aber immer noch viel zu hoch.  Und dazu kommen ja noch die ganzen weiteren Milchprodukte wie Joghurt, Käse oder Butter.

Milch ist einfach kein Getränk für den Menschen, es ist die Muttermilch für Kälber. Kein anderes Säugetier trinkt die Muttermilch eines anderen Tieres. Und der menschliche Körper braucht Milch nicht zwingend, so vertragen rund 50 % der Weltbevölkerung gar keine tierische Milch. In Europa ist sie sehr verbreitet, dennoch nicht zwingend notwendig für uns.

Ein weiterer Trugschluss ist der, dass Milch gut für die Knochen sein soll. Allerdings sorgt das tierische Eiweiß, das durch die Milch aufgenommen wird für eine Verschlechterung der Knochen. Woher das kommt? Der menschliche Körper wird einfach übersäuert. Da er diese Übersäuerung ausgleichen will zieht sich der Organismus Kalzium aus unseren Knochen. Kalzium ist allerdings sehr wichtig und die Entnahme dessen aus den Knochen kann dazu führen, dass unsere Knochen brüchig werden. Um etwas gegen die Osteoporose zu tun trinken nun viele Menschen wieder Milch und versuchen so Kalzium zu bekommen, was dann aber wieder ein Teufelskreis ist.

Abschließend sei noch auf die Antibiotika hingewiesen mit denen die Milchkühe (übrigens auch die Bio-Kühe) behandelt werden. Denn die ständige Nutzung der Melkroboter führt zu Entzündungen bei den Tieren, die dann mit Antibiotika behandelt werden.

Vegane Lebensweise schont Ressourcen und kann den Hunger der Welt stillen

Unglaublich viele Ressourcen fließen in die „Produktion“ von Fleisch, ein Großteil der Getreide- und Soja-Ernten werden dafür verwendet um die Tiere zu mästen, die dann geschlachtet werden sollen. Das Fleisch dieser Tiere können sich aber nur Menschen aus gut entwickelten Ländern leisten. Insofern essen die Mast-Tiere der Reichen das Essen was die Armen dieser Welt ernähren könnte. Ganz zu schweigen von den gigantischen Feldern, die benötigt werden um das Futter für die Tiere anzubauen.

Dazu führt die Massentierhaltung zu einem immensen CO2 Ausstoß durch die Tiere selbst. In einer Welt in der Klima und Nachhaltigkeit die entscheidenden Themen sind bzw. sein sollten, ist eine Umstellung in der Ernährung unerlässlich. Wollen wir unseren Planeten auch für die jungen und nachfolgenden Generationen zu einem Ort machen, an dem ein Leben möglich ist, so müssen wir nachhaltiger handeln. Dies ist keine neue Information. Was aber doch vielen Menschen, die sich bisher wenig mit Ernährung beschäftigt haben, oft neu ist, ist die negative Belastung der Umwelt durch den Konsum an tierischen Produkten.

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