Veganes Wohnen

Der Weg zum veganen Wohnen

Der allumfassende Veganismus geht weit über die Grenzen einer pflanzlichen Ernährung hinaus, sodass auch im Alltag eine nachhaltige Lebensweise zum Wohl von Tieren und Umwelt angestrebt werden sollte. Neben den Empfehlungen für eine geringere Umweltbelastung bei den persönlichen Fahrtwegen, Einkäufen etc. spielt auch die Einrichtung von Wohnung, Eigenheim oder Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle. In Bezug auf die Themen veganes Wohnen und vegan Einrichten werden im folgenden Möbel und deren Materialien vorgestellt, welche offensichtlich oder auch überraschenderweise tierischen Ursprungs sind und somit nicht in einen veganen Haushalt gehören.

Tierische Materialien in Möbeln und Inneneinrichtung

Leder – es gibt vegane Alternativen

Gerade bei Sofas, Sesseln und sonstigen Sitzbezügen greifen viele Menschen gern auf die edle Lederoptik zurück. Als chemisch behandelte Tierhaut ist das Material Leder allerdings nicht für veganes Wohnen geeignet. Die meisten Möbelhersteller bieten eine große Auswahl an alternativen Materialien für Polstermöbel an, sodass pflanzliche oder auch synthetische Textilien in der Produktion zum Einsatz kommen. Wer allerdings einen besonderen Wert auf die Optik des Ledermaterials legt, kann auf hochwertiges Kunstleder zurückgreifen, welches häufig auch preisgünstiger ist. Neben den Sitzgarnituren wird Leder häufig auch in diversen Wohnaccessoires verwendet, sodass sich auch bei Bilderrahmen und Bucheinbänden ein Blick auf die Produktbeschreibung lohnt.

Wer durch veganes Wohnen auf Leder verzichtet, der kehrt nicht nur der brutalen Massentierhaltung den Rücken, sondern verbessert zudem die eigene Umweltbilanz. Während der Weiterverarbeitung des tierischen Materials entstehen nämlich Gerbereiabwässer, welche eine massive Umweltbelastung darstellen.

Pelze –ein absolutes No-Go beim veganen Einrichten

Wer sich vegan Einrichten möchte, dem erscheint der Verzicht auf Pelz eher offensichtlich, da es ein direktes Indiz für das Tierleidist, welches durch veganes Wohnen vermieden werden soll.

Wer auf das Aussehen oder die wärmende Funktion des Materials nicht verzichten möchte, dem wird eine breite Auswahl an Kunstpelzen geboten, welche den gleichen Nutzen erfüllen und auf das Leid eines Lebewesens verzichten.

Wolle – sollte beim veganen Lifestyle vermieden werden

Ähnlich wie in der Modeindustrie, wird Wolle auch bei diversen Polsterungen, Teppichen oder Sitzmöbeln verwendet. Vegan Einrichten ist nicht unbedingt mit dem Verzicht auf Wolle gleichzusetzen aber es erfordert eine besondere Aufmerksamkeit bei der Wahl des jeweiligen Möbelherstellers. Durch das Scheren der Schafe wird das Wohl der Tiere nicht zwingend beeinträchtigt aber im Sinne der Massentierhaltung und dem Streben nach den maximalen Erträgen ist es möglich, dass die Tiere durch ein rücksichtsloses Arbeiten verletzt werden. Wer demnach auf Wolle bei den Wohnelementen zurückgreift, sollte auf einen Hersteller mit einer nachhaltigen und tierwohlorientierten Philosophie setzen.

Wandfarbe – nicht jede Farbe ist vegan

Neben dem Mobiliar bezieht sich veganes Wohnen auch auf die allgemeine Ausgestaltung der Wohn- und Arbeitsräume. Bewusst und vegan Einrichten beginnt daher schon bei den Inhaltsstoffen der Wandfarbe. Einige Farbstoffe werden aus Kleintieren und sonstigen Tierbestandteilen gewonnen oder werden durch Tierversuche getestet. Karmin als roter Farbstoff wird beispielsweise aus dem Blut der Schildläuse hergestellt. Eine genaue Recherche dieser Begriff bzw. der Einkauf basierend auf veganen Gütesiegeln erleichtern es hier, auf Ressourcen tierischen Ursprungs zu verzichten.

Leim – auf vegane Varianten achten

Auch wenn veganes Wohnen auf die primären Werkstoffe anspielt, welche bei der Herstellung der einzelnen Möbelstücke verwendet werden, können tierische Materialien auch in den Details versteckt sein. Vegan einrichten bezieht sich allerdings auf den gesamten Produktionsprozess und damit alle Materialien. Knochenleim wird immer noch bei der Holzverarbeitung angewendet und auch Hautleim von zum Beispiel Hasen und Kaninchen wird als Werkstoff benutzt, sodass eine intensive Recherche oder auch die Anfrage beim Hersteller wichtig ist.

Weitere Materialien bei denen man auf tierischen Ursprung achten sollte

Weitere Materialien wie Seide, Wachs und Borsten können als Bestandteile von Möbeln und Wohnaccessoires das Ziel vegan Einrichten und ein ganzheitliches veganes Wohnen erschweren. Aber indem man sich genau über die Materialien informiert, ist es durchaus möglich, bewusst tierfreie Inneneinrichtung zu kaufen. Erleichtert wird dieses Vorhaben enorm von Herstellern, die sich mit Wissen und Hingabe der veganen Produktion verschreiben.

Im veganen Möbellexikon des Unternehmens Allnatura kann man sich dazu beispielsweise einen Überblick verschaffen. Durch Recherche und Achtsamkeit wird vegan Einrichten realistisch und bringt Nachhaltigkeit und Tierschutz in die eigenen vier Wände.