Veganismus gegen den Welthunger

Veganismus gegen den Welthunger

Hunger beschreibt einen Zustand der Unterernährung, welcher aufgrund des Mangels lebenswichtiger Nährstoffe enorm gesundheitsschädlich ist. Laut der Welthungerhilfe leiden derzeit 821 Millionen Menschen unter Hungerzuständen, was ungefähr 11% der Weltbevölkerung ausmacht. Dafür, dass sich die Welthungerkrise in den vergangenen Jahren verschärft hat, ist vorrangig der Klimawandel verantwortlich. Dabei besteht eine direkte Verbindung vom Welthunger, der Klimakrise und der industriellen Tierhaltung. Diese Zusammenhänge und der positive Einfluss einer vegan orientierten Lebensweise werden im Folgenden erläutert.

Welthunger als Konsequenz der Klimaerwärmung

Der sogenannte Welthunger Index vergleicht die globale Ausprägung von Unterernährung in verschiedenen Regionen und gibt somit an, wo gewisse Ressourcen von dringendster Notwendigkeit sind. Die Bewohner von Entwicklungsländern insbesondere in afrikanischen Ländern südlich der Sahara sind am stärksten betroffen. Die Erderwärmung zeigt sich in diesen Gebieten intensiv durch Extremwettersituationen wie Dürren, Brände und Überflutungen, welche die Umwelt nachhaltig zerstören und Ernten verderben.

Als Konsequenz einer schwachen Landwirtschaft müssen Lebensmittel importiert werden bzw. sind Waren nur in kleiner Stückzahl vorhanden, sodass die Produktpreise steigen. Gerade in diesen einkommensschwachen Ländern wird somit immer mehr Menschen der Zugang zu Nahrungsmitteln verwehrt.

Die Konsequenzen der Klimakrise werden demnach auf dem Rücken der finanziell Schwächsten ausgetragen. Die industrielle Tierhaltung führt mit ihren Treibhausgasemissionen und der veränderten Landnutzung zur Beschleunigung des Klimawandels, was sich direkt auf den Welthunger insbesondere der ärmeren Bevölkerungsschichten auswirkt.

Ackerland für Tierfutter statt für die hungernde Bevölkerung

Damit die Massentierhaltung einen wirtschaftlich rentablen Ertrag erzielt, ist es notwendig ausreichend Tierprodukte zu gewinnen. Die Ernährung der Nutztiere hat im Sinne der Gewinnerzielung für die Fleisch-, Ei- und Milchindustrie hohe Priorität. Überraschend ist es daher sicher nicht, dass 90% der weltweiten Sojaernten und 25% des Getreides als Futter für Nutztiere verwendet werden. Durch die industrielle Tierhaltung werden mehr Nahrungsmittel verbraucht, als schließlich hergestellt werden, da die Tiere ja auch Energie verbrennen und die Nährstoffe nicht bloß speichern. Laut Peta muss ein Tier beispielsweise 16 Kilogramm Getreide zu sich nehmen, um ein Kilogramm Fleisch aufzubauen.

Die Massentierhaltung beansprucht 83% der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche und liefert lediglich 18% der benötigten Kalorien zur Ernährung der Gesamtbevölkerung. Hier zeigt sich eine Ineffizienz, welche nur den wirtschaftlich starken Ländern zu Gute kommt. Häufig wird das Tierfutter auch aus dem Ausland bezogen, sodass Länder, in denen Hungersnöte herrschen, Getreide anbauen, welches allerdings nicht der eigenen Bevölkerung, sondern den reicheren Staaten zur Versorgung dient. Ressourcen und Ackerflächen sind begrenzt, sodass je mehr tierische Produkte verzehrt werden, umso weniger Menschen in ärmeren Regionen ernährt werden können und der Welthunger gesteigert wird.

Vegan als Alternative zur Hunger-Ungerechtigkeit

Sich vegan zu ernähren, trägt nicht nur zu einer gesünderen, nachhaltigen und klimafreundlichen Lebensweise bei, sondern steht auch für Fairness bei der globalen Ressourcenverteilung. Wäre es heutzutage Standard vegan zu leben, dann würden die Ernten, welche bisher der Nutztierernährung dienen, den hungernden Menschen in Entwicklungsländern zu Gute kommen. Auch die Weideflächen, welche durch die industrielle Nutztierhaltung beansprucht werden, könnten dem Anbau von Nahrungsmitteln dienen.

Durch ein größeres Angebot können folglich die Lebensmittelpreise sinken und auch einkommensschwache Haushalte können sich die notwendigen Mahlzeiten leisten. Durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel wird auch die Klimaerwärmung gebremst, sodass sich die Wirtschaft in Länder, welche bisher von Hitze- und Dürreperioden betroffen sind, erholen kann und wieder mehr Erträge bringt.

Vegan zu leben ist eine einfache Alternative zum rücksichtslosen Konsum von Produkten tierischen Ursprungs. Durch eine einfache Ernährungsumstellung im Alltag, kann man als Einzelperson einen wichtigen Beitrag leisten. Mit einer vegan-orientierten Lebensweise kämpft man gegen den Klimawandel, den Welthunger und die damit verbundene soziale Ungerechtigkeit an.

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