Treibhausgasemissionen durch Massentierhaltung

Konsequenzen des Methanausstoßes der Massentierhaltung

Für den Klimawandel und seine rapides Voranschreiten sind in großem Maße sogenannte Treibhausgase verantwortlich, die tagtäglich durch uns Menschen und unseren Konsum verursacht werden. Der CO2-Fußabdruck gibt die Emission von Kohlenstoff – dem wohl bekanntesten Treibhausgas – an, welche durch Autoabgase, den Energieverbrauch und die Produktion unserer Kleidung und weiteren Alltagsgegenstände zu Stande kommt. Durch die Landwirtschaft entstehen allerdings zusätzlich Gase mit einem viel höheren Treibhauspotenzial – Methan, welches 21-mal und Lachgas, welches 310-malschädlicher als Kohlenstoff ist. Verantwortlich für diese klimaschädlichen Emissionen ist die Massentierhaltung, welche somit als Treiber unserer derzeitigen Klimakrise zu bezeichnen ist. Der positive Effekt einer veganen Lebensweise liegt bereits jetzt schon auf der Hand.

Entstehung von Methan und Lachgas

Das Spurengas Methan entsteht, wenn organisches Material unter Luftabschluss zersetzt wird. Beim Verdauungsvorgang von Wiederkäuern wie Schafen oder Rindern und auch bei der Lagerung von Düngemitteln wie Gülle wird dieses Gas produziert und freigesetzt. Die Emission von Methangas ist in Deutschland fast ausschließlich auf die Rinderzucht zurückzuführen, wobei vorrangig durch die Massenhaltung von Milchkühen die klimaschädlichen Gase entstehen. Im Jahr 2017 lagen die gesamten Treibhausgasemissionen von Methangas laut dem Umweltbundesamt bei über 2.000 Kilotonnen.

Lachgas, welches im chemischen Kontext als Distickstoffoxid bezeichnet wird, entsteht durch biochemische Prozesse in der Landwirtschaft. Durch das Austragen von Festmist und weiteren Wirtschaftsdüngern wird das Gas freigesetzt und wird auch in deren Gärresten noch weiter gebildet. Anschließend verbleibt es bis zu 100 Jahre lang in der Atmosphäre. Auch durch das Düngen von Feldern mit mineralhaltigen Stickstoffdüngern für den Futteranbau der Massentierhaltung wird über den Boden Lachgas freigesetzt.

Diese Treibhausgasemissionen führen schließlich dazu, dass Sonnenlicht, welches von der Erdoberfläche reflektiert wird, nicht aus der Atmosphäre austreten kann. Die Strahlen werden wieder zurückgeworfen und tragen somit unmittelbar zur Erderwärmung und den drastischen Konsequenzen für Umwelt und Klima bei.

Treibhausgasemissionen der Massentierhaltung

Laut dem Bundesamt für Umwelt stammen 60 % der deutschen Emissionen von Methangas und 80 % des Lachgasausstoßes aus dem Wirtschaftszweig der Massentierhaltung. Da der durchschnittliche Fleischkonsum in Deutschland stetig zunimmt, herrscht auch eine umso größere Nachfrage, welche durch immer größere Viehbestände gedeckt werden soll.

Importe von tierischen Produkten aus dem Ausland vertiefen zudem den ökologischen Fußabdruck des Landes, da durch weite Transportwege und die Treibstoffverbrennung der jeweiligen Fahrzeuge zusätzliches CO2 produziert wird. Die weltweite Konzentration von Methangas in der Luft steigt seit 2014 kontinuierlich um etwa 9,7 ppb. Die Einheit bezieht sich auf Parts pro Billion als Volumenanteil der atmosphärischen Luft. Neben den ethischen Einwänden bezüglich der Massentierhaltung spielen folglich auch Auswirkungen der Treibhausgasemissionen auf die globalen Klimaprobleme eine Rolle.

All das reduziert sich durch jeden einzelnen, der sich dazu entscheidet vegan zu leben oder auch schon den Konsum tierischer Produkte zu reduzieren. Jeder kann als helfen und sollte es auch tun.

Bei dem Thema Treibhausgasemissionen werden Methangas und Lachgas in ihrer gravierenden Bedeutung oft unterschätzt. Um der Erderwärmung und dem daraus resultierenden Klimawandel entgegenzuwirken, ist eine Reduzierung der globalen Viehbestände eine wichtige Maßnahme. Da die Industrie aber in erster Linie der Nachfrage der Verbraucher nachkommt, sollte im Sinne des Klimaschutzes der individuelle Konsum von tierischen Produkten minimiert werden. Durch eine vegane Lebensweise sind die persönlich verursachten Treibhausgasemissionen viel geringer, da der Anbau von Getreide, Obst und Gemüse eine wesentlich nachhaltigere Klimabilanz aufweist und kaum Methangas hervorruft.
Eine Ernährung, welche auf pflanzlichen Nahrungsmitteln basiert, ist nicht nur förderlich für die eigene Gesundheit, sondern bewirkt im Kampf gegen die Massentierhaltung zudem eine geringere Treibhausgasemission. Also let’s go vegan!

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