Transportkette

Die Transportkette – von der Produktion bis zum Verbrauch

Die sogenannte Produktions- und Transportkette beschreibt den Prozess von der Herstellung über den Transport und Verkauf bis hin zur Entsorgung eines konkreten Nahrungsmittels. Der Fokus auf die Länge der Herstellungs- und Transportkette eines Produktes gibt Auskunft über dessen Nachhaltigkeit.

Je mehr Schritte zur Herstellung oder zum Vertrieb einer Ware benötigt werden, desto größer ist der Ressourcenverbrauch und desto höher sind die Schadstoffemissionen. Die Umweltfreundlichkeit einer bestimmten Ernährungsweise, ob vegan oder auf Basis tierischer Lebensmittel, kann demnach an den Schritten einer solchen Produktions- und Transportkette abgelesen werden.

Im Folgenden werden eine tierproduktbasierte Ernährung und ein vegan orientierter Konsum verglichen.

Herstellung von Tierprodukten

Die Produktions- und Transportkette von Lebensmitteln tierischen Ursprungs beginnt mit der Aufzucht des jeweiligen Nutztieres. Am Beispiel von Schweinefleisch wird ein Ferkel nach der Geburt in einem Mastbetrieb aufgezogen, wobei die tägliche Gewichtszunahme beabsichtigt ist. Für diesen Abschnitt der Fleischerzeugung wird entsprechendes Tierfutter benötigt. Auf zusätzlicher Ackerfläche werden große Mengen an Getreide und Soja als Futtermittel angebaut und im Gegenzug werden die Felder mit der Gülle der Nutztiere gedüngt. Nachdem das Mastschwein ein Gewicht von bis zu 120 Kilogramm erreicht hat, erfolgt nun die Schlachtung durch einen entsprechenden Metzger. Ähnlich verlaufen diese ersten Schritte in der Milchindustrie. Um Milch zu produzieren muss eine Milchkuh allerdings ein Kalb erwarten, sodass hier zusätzlich eine künstliche Befruchtung immer 6 Wochen nach der Geburt durchgeführt wird. Die Schlachtung erfolgt hier erst, sobald die Milchleistung nachlässt.

Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln

Vegan zu leben, umfasst eine Ernährung basierend auf Nährstoffen aus Obst, Gemüse, Getreide, pflanzlichen Proteinlieferanten und weiteren Nahrungsmittelgruppen. Die Produktion umfasst hier den Anbau der jeweiligen Pflanzensorte. Nach einer gewissen Wachstumsperiode erfolgt die saisonale Ernte. Als Ressourcen werden hier lediglich landwirtschaftliche Nutzfläche, Wasser und die jeweiligen Samen der Pflanzen benötigt. Zum Verkauf oder zur Weiterverarbeitung schließt sich an die Ernte der Transport an.
Der Herstellungsprozess bei einer vegan orientierten Ernährung umfasst demnach viel weniger Schritte.

Transportkette der landwirtschaftlichen Erzeugnisse

Unabhängig von der Art des Produktes ist der Transport zu Supermärkten und sonstigen Händlern ein weiterer ausschlaggebender Faktor für eine positive oder negative Klimabilanz. Während Produkte aus der nahegelegenen Region nur kurze Transportwege zurücklegen, sind importierte Lebensmittel aus dem Ausland eine wesentlich größere Klimabelastung. Durch die Spritverbrennung entstehen Autoabgase, welche sich als Treibhausgase in der Atmosphäre anlagern und einen unmittelbaren Einfluss auf die Klimaerwärmung ausüben. Ein Blick auf das Etikett kann demnach Auskunft über die Klimabilanz geben und regionale Produkte sollten im Sinne der Nachhaltigkeit den importierten Lebensmitteln vorgezogen werden.

Lagerung von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln

Nach dem Verkauf werden die Lebensmittel oft für einen gewissen Zeitraum gelagert, bis sie schließlich verzehrt werden. Tierprodukte bieten bei der Aufbewahrung zu Zimmertemperaturen einen Lebensraum für die Vermehrung von Viren und Bakterien. Die Lebensmittel tierischen Ursprungs sind schnell verderblich, weshalb sie im Kühlschrank aufbewahrt werden und möglichst zeitnah verbraucht werden sollten. Frische, pflanzliche Produkte sind dahingehend weniger anfällig, können in den meisten Fällen bei Zimmertemperatur gelagert werden und sind grundlegend länger haltbar.

Verzehr der Nahrungsmittel

Die Produktions- und Transportkette endet mit dem tatsächlichen Konsum der jeweiligen Ware. Wer sich vegan ernährt, hat bei der Zusammenstellung der jeweiligen Mahlzeiten eine große Auswahl, ob beispielsweise Gemüse roh oder gekocht bevorzugt wird. Die Produkte tierischen Ursprungs wie Eier oder Fleisch müssen zwingend gekocht bzw. gebraten werden, um Keime abzutöten, die sich in dem organischen Material ausbreiten können. Milch ist oft durch den Zwischenschritt der Pasteurisierung vorbehandelt, sodass sie auch direkt getrunken bzw. verwendet werden kann.

Die Produktions- und Transportkette des individuellen Konsums kann durch eine vegan orientierte Ernährung enorm verkürzt werden und profitiert zusätzlich vom Erwerb regionaler Produkte. Vegan zu leben, minimiert den ökologischen Fußabdruck, da weniger Ressourcen während der Herstellung benötigt werden und auch die Weiterverarbeitung und Lagerung effizienter ist. Anders als bei der industriellen Tierhaltung steht die Lebensweise „vegan“ für eine geringere Treibhausgasemission, eine nachhaltigere Landnutzung und somit eine geringere Umweltbelastung.

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