Plastik-Müll

Plastik-Müll und Kunststoffabfälle

Plastikmüll kann man sich im Grunde wie einen ungebetenen Gast auf einer Feier vorstellen – er stört und bleibt meistens auch noch länger als anderen. Plastikmüll hat nichts von dem was man gebrauchen könnte und von dem nutzlosen Wegwerf-Plastik – also Einweg-Plastik wie bei den Verpackungen von Fertigsalaten oder Kaffeebechern aus Plastik kann, aufgrund der oft unterschiedlichen Materialien die darin enthalten sind, in der Regel nur wenig wiederverwendet werden. Auch wenn in Deutschland die Entsorgung des Plastikmülls noch vergleichbar gut funktioniert, ist auch hier das Problem gigantisch groß.

Aber stellen Sie sich vor, Sie sammeln den gesamten Plastikabfall eines Jahres in Ihrer Wohnung, dann hätten Sie dort nicht mehr viel Platz für etwas anderes, denn jeder Deutsche produziert durchschnittlich 37 kg Plastikabfälle pro Jahr. Eine unglaubliche Menge. Sie würden zwischen Bergen von Zahnpasta-Tuben, Waschmittelflaschen, Plastiktüten, Verpackungen, Shampoo-Flaschen, Joghurtbechern und anderen Abfällen sitzen. Da kann man wirklich fast von Glück sprechen, dass wir in Deutschland ein funktionierendes Recyclingsystem haben, in anderen Teilen der Welt wie Indien oder Afrika sieht das schon ganz anders aus.

Aber leider wird in diesen Ländern nicht weniger von dem gefährlichen Plastikmüll produziert, es ist nur anderer Plastikmüll. Vielleicht weniger Einweg-Lebensmittel-Verpackungen, dafür mehr Plastikflaschen. Denn schließlich wollen die großen gewinnhungrigen Konzerne der westlichen Welt ihre abfallproduzierenden Produkte überall verkaufen und kümmern sich in der Regel nicht um die jeweilige Abfallsituation in den betroffenen Entwicklungsländern. Doch Kunststoffabfälle sind schon lange zu einem so umfassenden Problem geworden, das weltweit jeden von uns betrifft. Insofern kann es auch nur gemeinschaftlich gelöst werden. Was aber nicht heißt, dass nicht jeder bei sich selbst anfangen kann und dies auch tun sollte. Jetzt ist die Zeit etwas an seinem eigenen Verhalten zu ändern und seinen Anteil an der Verbesserung der Situation mit dem Plastikmüll zu tun.

32 Millionen Tonnen Plastik-Abfall

Um das Problem noch etwas greifbarer zu machen, 32 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen Jahr für Jahr in die Umwelt, davon wird ein Großteil einfach so achtlos weggeworfen und nicht entsorgt, weil oftmals niemand weiß, wohin damit. So landet das schädliche Zeug direkt in der Natur, an Stränden oder im Meer. Jeder sollte sich dessen bewusst sein, eine Plastiktüte wird in der Regel für ein paar Minuten genutzt, bis man vom Supermarkt Zuhause angekommen ist und wird dann weggeworfen, es dauert dann aber viele bis sich die Plastiktüte in ihre Bestandteile zersetzt hat.

Ein weiteres Problem mit dem Wahnsinn von Plastikabfällen ist, dass ein beträchtlicher Teil davon einfach im Meer landet, wo er entweder von Fischen, Meeresschildkröten und anderen Tieren gefressen wird oder die Tiere in dem tückischen Material hängen bleiben und elendig verenden. Und obwohl Plastikflaschen und all der andere Plastikmüll, der in die Natur und in die Weltmeere geworfen wird, nach vielen Jahren zerfällt und nicht mehr sichtbar ist, ist er bei weitem noch nicht verschwunden. Die kleinen Komponenten bleiben uns für immer erhalten und richten einen erheblichen Schaden an. Mittlerweile befindet sich nur noch der kleinste Teil des in die Ozeane geworfenen Plastikmülls an deren Oberfläche, der Löwenanteil des in die Meere geworfenen Plastiks schwimmt zersetzt unter der Oberfläche oder liegt auf dem Meeresboden. Diese Mikropartikel werden von Meeresbewohnern gefressen und gelangen dann zum Teil auch wieder in die menschliche Nahrungskette. Ein weiterer Grund für eine vegane Lebensweise, dies nur am Rande.

Der Schaden durch Plastik-Müll

Der Schaden, der durch Plastikmüll insgesamt verursacht wird ist extrem, aber der Anteil, der in den Ozeanen landet zeigt besonders verheerende Auswirkungen. So sterben leider jedes Jahr viele Meeresbewohner, aber zum Beispiel auch Seevögel, weil der viele Plastikabfall fälschlicher Weise für Nahrung gehalten wird. Die Tiere können ihn aber nachvollziehbarer Weise nicht verdauen. Oder wenn das Plastik nicht gefressen wird, dann passiert es leider viel zu oft, dass sich die Tiere im Plastik verfangen und nicht mehr herauskommen. Es ist also an uns, dass wir unser Verhalten ändern und so wenig Plastik, wie möglich verwenden. Denn sonst wird es irgendwann mehr Plastikmüll in den Meeren geben, als Tiere die darin leben. Eine schreckliche Vorstellung!

Die Weichmacher im Plastik führen zu großen gesundheitlichen Problemen für den Menschen, denn sie stören unser hormonelles Gleichgewicht. Dennoch muss man sagen, dass der Mikroplastik wohl derzeit noch die größte Unbekannte in diesem Szenario ist. Mikroplastik ist, wie sein Name schon vermuten lässt, ein winziger Kunststoff, der durch Kleidung, Abfälle oder andere Gegenstände in die Meere kommt. Diese kaum wahrnehmbaren Teilchen werden von den Tieren verzehrt, richten bei diesen einen Schaden an und kommen auf diese Weise auch oft wieder in den Umlauf, wenn die Fische gefangen werden und wieder in die Nahrungskette der Alles-Esser aufgenommen werden.

Nun können wir uns als Veganer hier grundsätzlich entspannt zurücklehnen, aber leider ist der Veganismus noch nicht so weit verbreitet, dass dieser Effekt einen völlig kalt lassen würde. Und die Tiere fressen das Mikroplastik ja unabhängig davon, ob sie selbst wieder gegessen werden oder nicht. Die Folgen des Mikroplastikverbrauchs sind allerdings auch noch nicht abschließend untersucht und somit noch nicht umfänglich bekannt.

Abgesehen von dem Abfall, der durch Plastik entsteht, ist auch die Produktion dessen alles andere als nachhaltig. So braucht es für die Kunststoffproduktion nicht nur Erdöl, sondern auch viel Energie und Wasser. Insbesondere Erdöl und Wasser sind knappe Ressourcen, die wir anderswo auf diesem Planeten viel effektiver und nachhaltiger Nutzen könnten, als für die Kunststoffproduktion. Deshalb ist auch die richtige Abfalltrennung ein zentraler Bestandteil der Verwendung von Kunststoffen – wenn man ehrlich ist, aber etwas, was wir leider allzu oft auf die eine oder andere Weise tun und oft wird Plastikmüll achtlos weggeworfen. Manchmal wissen die Menschen vielleicht auch gar nicht wo überall Plastik dran ist oder die Verpackungen und Gebinde sind aus verschiedenen Materialien, dass es schlicht schwer ist den richtigen Entsorgungsweg zu wählen.

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