Veganismus als Schritt zur Nachhaltigkeit

Welt in der Hand 3
Die Welt liegt in unserer Hand

Der Klimawandel ist eine Thematik, welche täglich in den Medien präsent ist und auf zahlreichen politischen Konferenzen und Gipfeltreffen diskutiert wird. Man spricht von einer Klimakrise, welche sich binnen weniger Jahre zu einer Klimakatastrophe entwickeln kann. Insbesondere die Fleisch- und Milchproduktindustrie treiben diese Umweltkrise immer weiter voran.

Um der Bedrohung der Ernährungssicherheit, dem Artensterben und der Erderwärmung entgegenzuwirken, hilft die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit.

Problemursache Ei-, Milch- und Fleischkonsum

Die industrielle Tierhaltung ist in vielerlei Hinsicht ein ausschlaggebender Faktor für die enorme Geschwindigkeit, in der sich der Klimawandel entwickelt. Von Nachhaltigkeit kann man bei diesem Industriezweig nicht sprechen. Treibhausgasemissionen von Methan und Kohlendioxid entstehen zu hohen Anteilen bei der Massentierhaltung. Die Nutztierhaltung ist für die Hälfte aller ernährungsbedingten Treibhausgase verantwortlich, welche sich in der Atmosphäre anreichern, das Sonnenlicht reflektieren und folglich die Erwärmung der Erde verursachen.

Abgesehen von den Emissionen werden auch der Boden und das Grundwasser nachhaltig geschädigt, da durch große Mengen an Gülle der Boden übersäuert. Auch beim Anbau von Tierfutter kommen Mineraldünger und Pestizide zum Einsatz, welche in das Grundwasser sickern und zur sogenannten Eutrophierung führen. Dabei gelangt ein Überfluss bestimmter Nährstoffe in das Wasser, wodurch einzellige Algen wachsen, welche anderen Pflanzen und Lebewesen Licht, Nahrung und Lebensraum wegnehmen. Flüsse und Meere sind dabei nicht die einzigen Ökosysteme, welche unter der Massentierhaltung leiden. Die Schädigung von Grundwasser und Boden führt zum Waldsterben und auch zur Schaffung von Weide- und Ackerflächen werden Lebensräume wie der Amazonas Regenwald gerodet, wodurch Biotope zerstört werden. Beim Veganismus wird auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtet, wodurch diese industriellen Auswirkungen nicht unterstützt werden. Veganismus ist der erste Schritt zu einem Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Geringer CO2 Fußabdruck durch Veganismus

Aus der veganen Ernährungspyramide kann man die Nahrungsmittelgruppen ablesen, welche als allgemeine Empfehlung für eine ausgewogene und pflanzliche Nährstoffaufnahme gelten. Abgesehen von den positiven Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit kann auf dieser Basis zudem ein Vergleich vom Veganismus zu einer tierproduktbasierten Lebensweise gezogen werden. Der ökologische Fußabdruck ist ein wichtiger Indikator für den Grad an Nachhaltigkeit, den ein bestimmtes Konsumverhalten mit sich bringt. Der persönliche

Ökologischer Fußabdruck
Ökologischer Fußabdruck

C02 Fußabdruck bezieht sich neben Verkehrswegen, Energieverbrauch und dem Kauf von Kleidung etc. auch auf die Treibhausgasemission, welche durch die Produktion und den Transport der verzehrten Lebensmittel entstehen. Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch resultiert beispielsweise in der Emission von 10 – 30 Kilogramm Kohlenstoff. Im Gegenzug entspricht die Produktion von einem Kilogramm Tofu nur einem Kilogramm an Kohlenstoffausstoß. Bei einem durchschnittlichen, jährlichen Fleischkonsum von 60 Kilogramm pro Person in Deutschland führt dies bereits zu einer Treibhausgasemission von über einer Tonne pro Person. Hinzu kommt noch der Verzehr von Eiern und Milchprodukten, welche die Umwelt in ähnlichem Maße belasten. Die vegane Ernährungsweise ist hier deutlich umweltschonender und begegnet dem rücksichtslosen Massenkonsum mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.

Nachhaltige Landnutzung bei veganer Ernährung

Für einen gleichen Kalorienanteil wird beim Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln nur ein Bruchteil der Fläche beansprucht, welche für die Tierproduktherstellung in Anspruch genommen wird. Würden die Vereinigten Staaten beispielsweise Rindfleisch durch Bohnen ersetzen, so würden 42% der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzflächen freigegeben werden. Ressourcen wie Wasser und Land würden geschont werden und auf der freien Fläche kann möglicherweise ein neues Waldareal entstehen. Dieses Biotop senkt nachweislich den Kohlenstoffanteil in der Atmosphäre, da CO2 während der Photosynthese zu Sauerstoff umgewandelt wird. Zudem bietet er Lebensraum für eine Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten. Nachhaltigkeit zeigt sich im Anbau von Getreide- und Pflanzensorten, da der Nährstoffgehalt des Bodens gesteigert wird, was zu einer größeren Vielfalt an dort wachsenden Pflanzen führt. Veganismus trägt damit auch unmittelbar zum Artenschutz und einer erhöhten Biodiversität bei.

Nachhaltigkeit geht über die vegane Ernährung hinaus

Durch die Umstellung auf eine vegane Ernährung kann man als einzelner Mensch bereits einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die globale Klimaproblematik leisten. Dennoch können weitere

nachhaltige Produkte
nachhaltige Produkte

Schritte hin zu einem nachhaltigen Konsum ganz unkompliziert in den Alltag integriert werden. Beim Kauf von Kleidung entspricht der Verzicht auf Lederprodukte dem Einsatz gegen die Massentierhaltung, denn die Nutztierhaltung aus diesen Zwecken verursacht die gleichen Klima-Schäden wie bereits angesprochen. Ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zeigt sich ebenso in einem reduzierten Plastik-Verbrauch. Beim Aufbewahren von angefangenen Lebensmitteln können Plastiktüten meistens durch Glasbehältnisse ersetzt werden. Statt der Plastikverpackungen gewisser Waren im Supermarkt können Stoffbeutel eine umweltbewusste Alternative bieten. Der Einkauf von regionalen Produkten ist ebenfalls eine nachhaltige Handlung, da in diesem Fall auf die Treibhausgase bei langen Transportwegen verzichtet wird. Veganismus lässt sich demnach durch zahlreiche weitere Methoden zu einer weitgehend nachhaltigen Lebensweise ergänzen.

Um den persönlichen Beitrag zu globalen Klimaproblemen zu minimieren ist der Schritt zum Veganismus eine einfache Alternative, welche der Umwelt und der eigenen Gesundheit zugutekommt. Der Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln verursacht hinsichtlich der Treibhausgasemission und der landwirtschaftlichen Flächennutzung wesentlich geringere Auswirkungen als es in der Fleisch-, Ei- und Milchindustrie üblich ist. Mit dem Veganismus geht folglich auch der Artenschutz, der Erhalt von natürlichen Lebensräumen und eine geringe Umweltbelastung einher. Nachhaltigkeit wird durch die bewusste Lebensweise erzielt und kann zusätzlich zum Veganismus auch in anderen alltäglichen Aspekten berücksichtigt werden.

Weitere Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit, die durch eine vegane Lebensweise verbessert werden:


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