Langsame Veränderung

Langsame Veränderung in der Haltung von Nutztieren

Zum Schutz der Nutztiere gibt es nur sehr wenige Gesetze und einige Tiere, wie z.B. Vögel also Geflügel, sind von den Gesetzen zur Schlachtung von Nutztieren ausgenommen. Die Interessen der Unternehmen aus dem Bereich der Tierhaltung sind grundsätzlich gegen eine Regulierung der Landwirtschaft und sie kämpfen energisch dafür, selbst die kleinsten Verbesserungen für die Tiere zu verhindern. Der Profit steht hier an oberster Stelle. Und diese Unternehmen haben viel politisches Gewicht. Die meisten Gesetze zur Verbesserung des Wohlergehens von Nutztieren müssen durch Landwirtschaftsausschüsse geführt werden, die sich aus Gesetzgebern aus den landwirtschaftlichen Gremien zusammensetzen, die ihre Beiträge von der Industrie erhalten.

Trotz dieser schlechten Rahmenbedingungen gibt es kleine Schritte in die richtige Richtung und die gute Nachricht ist, dass es in den letzten Jahren kleine Veränderungen in der Praxis der Massentierhaltung gegeben hat, die alle auf die Bemühungen von Tierschützern zurückzuführen sind. Bei diesen Schritten zur Verbesserung der Situation der Nutztiere geht es aber meist um wirklich kleine Verbesserungen, die aber lange dauern bis sie durchgesetzt sind. Es handelt sich dann meist um die ordnungsgemäße Betäubung der Tiere vor der Schlachtung. Doch auch wenn dies in theoretischen Gesetzgebungen verankert ist, so sieht die Realität doch oftmals ganz anders aus.

Denn angesichts der vielen und oft routinemäßigen Grausamkeiten, die mit der Massentierhaltung verbunden sind und dem Einfluss der Fleisch-Industrie, die sich selbst den kleinsten Verbesserungen widersetzt, ist eine sinnvolle Veränderung für alle Nutztiere noch in weiter Ferne. Tierquälerei ist ein fester Bestandteil der Massentierhaltung und es sieht derzeit leider nicht so aus, als würde sich die Situation für die Tiere verbessern. Dazu sind die Interessen der Unternehmen zu stark und zu wenige Menschen scheinen sich wirklich für eine Verbesserung stark zu machen. Um dies zu verbessern bedarf es einer umfangreichen Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, denn nur wenn das Leid der Tiere bekannt ist und weniger Menschen die Augen davor verschließen, kann ein Wandel herbeigeführt werden. Dieser Wandel hin zu einer veganen Lebensweise und einer verbesserten Situation für die Tiere muss vom Endverbraucher ausgehen. Erst wenn der Konsument anfängt Fleisch aus der Massentierhaltung nicht mehr zu kaufen, dann werden die Unternehmen reagieren. Bis das der Fall ist wird sich nichts ändern.

Die Unternehmen müssen sich ändern

Zudem müssen Unternehmen, denen eine verbesserte Situation der Tiere wichtig ist oder die bereit wären etwas zu ändern, eine Art Unterstützung bekommen. Oder besser, die Auflagen für alle Unternehmen dieser Branche müssen derart verschärft werden, dass jedes Unternehmen aus der Tierhaltungs-Industrie diese Standards erfüllen. Denn jedes einzelne Unternehmen, das versucht, im Alleingang hinsichtlich der Tierschutzstandards umzustrukturieren, würde schnell unprofitabel werden, denn so lange es im konventionellen System der Massentierhaltung arbeitet, würde es unüberwindbare Kostennachteile erleiden. Sie wären nicht wettbewerbsfähig und würden vom Wettbewerb verdrängt werden.

Es ist zwar bequem, dem Management oder den Vorgesetzten die Schuld zu geben und es gibt sicherlich brutale und gefühllose Arbeiter in einigen der Massentierhaltungs-Betriebe, aber das ist nicht die Wurzel des Problems. Massentierhaltungen sind von ihrer Konzeption her allgemein grausam und diese Grausamkeiten lassen sich nur dann beseitigen, wenn die gesamte Industrie grundlegend umstrukturiert wird.

Wenn die Industrie den künftigen Grausamkeiten ein Ende setzen will, muss sie auf Systeme mit mehr Platz pro Tier umstellen, dem überfüllten Transport und der überstürzten Schlachtung ein Ende setzen und mehr Arbeiter einstellen, um eine geringere Anzahl an Tieren zu versorgen.

Die einzige Möglichkeit der Agrarindustrie, ihren schlimmsten Grausamkeiten ein Ende zu setzen, besteht darin, für jedes Tier, das sie aufzieht, wesentlich mehr Geld auszugeben und gleichzeitig ein System zu schaffen, bei dem kein Unternehmen Einsparungen vornehmen kann. Erst wenn das erreicht ist, dann wird es den Tieren ein bisschen gehen.

Natürlich und ohne jede Frage wäre es dennoch eine brutale Grausamkeit die gestoppt werden muss und diesen Wandel in der Gesellschaft zu schaffen, gelingt nur, wenn mehr Menschen vegan werden oder zumindest ihren Fleischkonsum drastisch reduzieren.

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