Klimaprobleme durch industrielle Tierhaltung

Klimaprobleme durch industrielle Tierhaltung

Der Unterschied von einer Ernährung, welche auf Produkten tierischen Ursprungs basiert und einer vegan orientierten Lebensweise reicht weit über die Auswahl der verzehrten Lebensmittel hinaus. Die Konsequenzen des individuellen Konsums wirken sich ebenso auf die Belastung des globalen Klimas aus, welche bei vegan lebenden Menschen im Sinne der Nachhaltigkeit stehen. Die tierproduktbasierte Lebensweise schadet der Umwelt allerdings in zahlreichen Aspekten, welche durch Waldrohdung, Treibhausgasemissionen und Landnutzungsänderungen maßgeblich zur Klimaerwärmung beitragen.

Die Klimaerwärmung im Überblick

Unter der Erderwärmung wird ein klimatischer Prozess verstanden, wobei die Durchschnittstemperatur in Bezug auf einen Vergleichszeitraum ansteigt. Betrachtet man beispielsweise den Jahresmittelwert der Temperaturen von 1901 bis 2000, liegt der Durschnitt laut den Datensätzen von Baur bei 7,6 Grad Celsius. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurden von 2001 bis 2018 durchschnittliche Temperaturen von 9,4 Grad Celsius gemessen. Auch die Tatsache, dass die zehn heißesten Jahre seit Beginn der wissenschaftlichen Aufzeichnung alle in den vergangenen 20 Jahren stattgefunden haben, beseitigt jegliche Zweifel am Ausmaß der Klimaerwärmung. Schon immer durchläuft das Klima Perioden von natürlichen Schwankungen. Die enorme Geschwindigkeit, mit der die Jahrestemperaturen seit Beginn der Industrialisierung steigen, lässt allerdings keine Zweifel daran, dass die aktuelle globale Klimaerwärmung menschen gemacht ist.

Treibhauseffekt als Problemursache

Der Grund für die stetig steigenden Jahrestemperaturen findet sich in der Emission sogenannter Treibhausgase, welche sich in der Atmosphäre anlagern. Problematisch ist dies, da Treibhausgase wie CO2, Methan oder auch Stickstoffoxide die Wärme der Sonnenstrahlen reflektieren und somit auf die Erdoberfläche zurückwerfen.

Ähnlich wie in einem Glashaus heizt sich die erdnahe Luft daher immer weiter auf. Seit Beginn der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert steigen die Treibhausgasemissionen immer stärker an, wofür das Verkehrswesen, der Energieverbrauch und nicht zuletzt die Landwirtschaft und ihre industrielle Nutztierhaltung verantwortlich sind.

Massentierhaltung und ihre Klimabelastung

Der drastische Treibhauseffekt wird aktuell vor allem von der industriellen Tierhaltung vorangetrieben. Abgesehen von den Verkehrsabgasen, welche beim Transport, Ex- und Import von jeglichen Waren entstehen, stammen laut dem Bundesamt für Umwelt 60 % der deutschen Methanemissionen und 80 % des Ausstoßes von Distickstoffoxid aus der Massentierhaltung. Beide Gase tragen massiv zur Klimaerwärmung bei, da sie noch wesentlich umweltschädlicher als Kohlenstoffdioxid sind. Die Rinderzucht und vorrangig die Milchkuhhaltung ist in Deutschland für die Methanemissionen verantwortlich, da das Treibhausgas während des Verdauungsprozesses der Nutztiere entsteht und sich ebenfalls in Wirtschaftsdüngern wie Güllebildet. Wer sich vegan ernährt, trägt zu den Emissionen dieser Treibhausgase nicht bei.

Durch einen zunehmenden durchschnittlichen Fleischkonsum in der Bundesrepublik kommt es auch zunehmend zur Landnutzungsänderung. Wälder werden gerodet und Moore trockengelegt, um Weidefläche für die Tierhaltung und Ackerfläche für den Tierfutteranbau zu schaffen. Um der großen Nachfrage nachzukommen importiert die deutsche Tierproduktindustrie auch zunehmend Waren aus Südamerika. Lieferanten sind vorrangig Brasilien und Argentinien, wobei in den Jahren von 2008 bis 2010 über 3 Millionen Hektar Nutzfläche in beiden Ländern beansprucht wurde. Der Amazonas Regenwald wird zu diesen Zwecken nachhaltig geschädigt. Es wird ein einzigartiger Lebensraum für Flora und Fauna zerstört und die gerodeten Waldflächen fehlen, um CO2 aus der Luft aufzunehmen und zu verarbeiten. Indem man sich vegan ernährt wird auch diese Flächennutzung nachweislich reduziert.

Jeder kann dem Klima helfen

Durch einfache Alternativen im Alltag kann man durch die Umstellung der individuellen Ernährung und einem bewussten Konsum den Beitrag zur menschengemachten Klimaerwärmung minimieren. Vegan zu leben ist ein Ausweg, um einen Konsum zu rechtfertigen, der für Nachhaltigkeit und Klimaschutz steht. Die benötigte Landnutzung und CO2 Emission ist beim Anbau von Getreide, Obst und Gemüse wesentlich geringer. Wer sich vegan ernährt, der hinterlässt einen geringen ökologischen Fußabdruck und tut sich selbst und der Umwelt etwas Gutes.

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