Gesundheitliche Vorteile

Gesundheitliche Vorteile einer veganen Ernährung

Der Blick auf eine vegane Ernährung hat sich in den letzten Jahren geändert. Und das ist gut so. In den Anfangszeiten des Veganismus wurde sich stark darauf fokussiert Ernährungsprobleme zu thematisieren, die mit einer rein pflanzlichen Ernährung zusammenhängen könnten. In den letzten Jahren liegt der Fokus vielmehr auf den gesundheitlichen Vorteilen, die sich aus dem Verzicht auf tierischen Lebensmittel ergeben. Also ein kompletter Wandel. Den Menschen wird immer mehr bewusst, dass eine vegane Ernährung für den Menschen viele Vorteile bringt. Dennoch ist die Anzahl an Veganern in unserer Gesellschaft viel zu gering, jeder der sich vegan ernährt und lebt ist ein Gewinn und daher möchte ich hier noch mal auf die Vorteile einer veganen Ernährung eingehen.

Eine kurze Zusammenfassung der Vorteile der veganen Ernährung:

  • Pflanzliche Nahrungsmittel liefern sekundäre Pflanzenstoffe, also Phytochemikalien. Dabei handelt sich um Verbindungen, die nur in Pflanzen vorkommen und von denen sogar einige das Risiko von Herzkrankheiten, Krebs und anderen Krankheiten verringern können.
  • Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Ballaststoffe. Was daran so interessant ist, ist die Tatsache, dass diese ein geringeres Risiko für Krebs, Herzkrankheiten und auch Fettleibigkeit mit sich bringen. Wohingegen tierische Nahrungsmittel an sich keine Ballaststoffe enthalten. Da nun in der westlichen Welt der Verzehr von tierischen Produkten (leider) sehr verbreitet ist und eine typische westliche Ernährung auf Basis von Fleisch und Milchprodukten aufgebaut ist, konsumieren die meisten Menschen aus diesen Breitengraden nicht so viele Ballaststoffe, wie Experten empfehlen.
  • Pflanzliche Lebensmittel enthalten kein Cholesterin. Auch das ist ein Vorteil gegenüber tierischen Lebensmitteln, denn selbst mageres Fleisch ist cholesterinreich und Milchprodukte und auch Eier enthalten Cholesterin.
  • Pflanzliche Lebensmittel sind arm an gesättigten Fetten. Der größte Teil an gesättigten Fettsäuren in der westlichen Ernährung stammt aus Fleisch- und Milchprodukten. Konsumiert man weniger gesättigte Fette, dann hilft das den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.
  • Es gibt einige pflanzliche Nahrungsmittel, wie Oliven oder Nüsse, die einen hohen Fettgehalt haben, allerdings sind das in der Regel gesunde Fette.
  • Pflanzliche Nahrungsmittel sind ausgezeichnete Quellen für Nährstoffe wie Folat, Kalium oder die Vitamine C und E. Diese Nährstoffe verringern das Risiko für chronische Krankheiten.

Allerdings muss auch angemerkt werden, dass die Forschung über Ernährung und chronische Krankheiten ziemlich komplex und teilweise auch widersprüchlich ist. Somit ist der Versuch, solide Beweise für die Vorteile einer veganen Ernährung zu finden, gar nicht so einfach ist. Vieles ist noch nicht bewiesen, aber die Tendenzen gehen klar in die Richtung.

Vegane Ernährung und Herzkrankheit

Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, nehmen wie oben bereits erwähnt, weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin zu sich, allerdings mehr von den Verbindungen, die vor Herzkrankheiten schützen. So hat eine Analyse, deren Quelle mir leider nicht vorliegt, ergeben, dass das Risiko, an Herzkrankheit zu sterben, für Vegetarier und Veganer deutlich geringer ist als für Fleischesser. Allerdings muss auch hier erwähnt bleiben, dass natürlich neben der Ernährung, auch andere Umstände Einflüsse auf die Möglichkeit einer Erkrankung haben. Insofern ist es schwer den Einfluss von Ernährung auf Herzkrankheiten isoliert zu betrachten.

Es konnte gezeigt werden, dass eine vegane Ernährung den Cholesterinspiegel im Blut senkt. Es gibt gute Belege dafür, dass Vegetarier einen niedrigeren Blutcholesterinspiegel haben als Fleischesser und dass Veganer den niedrigsten Blutcholesterinspiegel von allen haben.

Die Cholesterin-Werte werden in LDL-Cholesterin- und HDL-Cholesterin-Werte unterschieden. Die LDL-Cholesterin- und HDL-Cholesterin-Werte sind sogar wichtiger als der Gesamtcholesterinspiegel. LDL ist das so genannte „schlechte“ Cholesterin, das mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht wird. HDL-Cholesterin ist die „gute“ oder schützende Form des Cholesterins. Das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin ist der beste Risikoindikator; je niedriger das Verhältnis, desto besser.

Das Gesamtcholesterin bei Veganern liegt in der Regel deutlich unter der Obergrenze von 200 Milligramm und zudem haben Veganer auch niedrige LDL-Cholesterinwerte. Obwohl sie geringere Werte des schützenden HDL-Cholesterins haben, ist ihr Verhältnis von Gesamt- zu HDL-Cholesterin besser als das von Lacto-Ovo-Vegetariern, genauso wie von Fisch- und Fleischessern.

Veganer und Bluthochdruck

Vegetarier haben in der Regel einen niedrigeren Blutdruck als Fleischesser. Einige Daten weisen darauf hin, dass Veganer einen niedrigeren Blutdruck haben als Lacto-Ovo-Vegetarier.

Die Gründe, warum eine vegane Ernährung zur Senkung des Blutdrucks beitragen könnte, sind nicht vollständig geklärt. Ein geringeres Körpergewicht und eine geringere Natriumaufnahme sind wahrscheinlich ein Teil der Erklärung, aber das wird nicht den ganzen Unterschied ausmachen. Hat eine Ernährung einen höheren Obst- und Gemüseanteil, so wird das zu einem niedrigeren Blutdruck führen, das könnte ein weitererTeil der Erklärung für die schützende Wirkung einer pflanzlichen Ernährung sein.

Vegane Ernährung und Körpergewicht

Das Körpergewicht wird häufig anhand des Body-Mass-Index (BMI) bewertet, dieser ist ein Maß für das Gewicht auf der Grundlage der Körpergröße ist. Es ist jedoch bei weitem keine gute Bewertungsgrundlage, da die Muskelmasse nicht berücksichtigt wird und Muskeln mehr wiegen als Fett. Dennoch ist er ein hilfreiches Instrument für den Vergleich von Populationen.

Ein BMI von 20 bis 25 gilt als gesund. Über 25 gilt als übergewichtig und über 30 als fettleibig. Veganer sind häufig schlanker als Fleischesser.

Krankheitsrisiko bei Veganern

Da Veganer einen so geringen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen, sind die Erkenntnisse über ihre Krankheitsraten gering. Die wenigen Daten deuten darauf hin, dass Veganer ein geringeres Körpergewicht, einen niedrigeren Blutcholesterinspiegel und einen niedrigeren Blutdruck haben, die alle einen erheblichen Schutz vor chronischen Krankheiten bieten können.

Diese Ergebnisse sind vielleicht nicht sehr aufregend und überraschend. Aber obwohl sie nicht unbedingt das sind, was wir sehen wollen – es ist das was meine Recherchen ergeben haben. Was über die typische vegane Ernährung und die Gesundheitsparameter von Veganern bekannt ist, sagt, dass Veganer ein geringeres Risiko für viele chronische Krankheiten haben sollten. Und das mag sehr wohl der Fall sein, aber es ist derzeit noch nicht zu beweisen.

Es ist jedoch nachvollziehbar, dass die Wahl von mehr pflanzlichen und weniger tierischen Lebensmitteln für die allgemeine Gesundheit und die Krankheitsvorbeugung wichtig ist. Für diejenigen, die ihre Lebensweise ändern, um mit chronischen Krankheiten umzugehen, kann eine vegane Ernährung hilfreich sein.

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