Auswirkungen Landnutzung auf Klima

Drastische Waldrodung durch Massentierhaltung

Im Zuge der Globalisierung und dem Wachstum der weltweiten Bevölkerung weitet sich der Bedarf an Ressourcen und Nahrungsmitteln immer weiter aus. Im internationalen Handel sind dadurch auch immer mehr Produkte tierischen Ursprungs im Umlauf, um dem Massenkonsum der Menschheit nachzukommen. Doch die Fleisch- und Milchproduktindustrie benötigen zur Produktion der jeweiligen Ware Ressourcen wie Wasser, Weideland und Ackerflächen zum Anbau von Tierfutter. Dramatische Konsequenzen dieses Bedarfs zeigen sich in der Abholzung des Regenwaldes, um die Nachfrage an tierischen Produkten abzudecken. Die Auswirkungen dieser veränderten Landnutzung auf das Klima wird im nachfolgenden Text näher erläutert.

Deutschlands Landnutzung von Agrarflächen

Innerhalb Deutschlands konzentriert sich die Nutztierhaltung vorrangig auf Rinder-, Geflügel- und Schweineerzeugung. Dabei sind rund 67% der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland allgemein auf die Viehhaltung bezogen. Vor allem in Nordwestdeutschland bis hin zur dänischen Grenze und im Gebiet der Voralpen ist die Nutztierhaltung verbreitet. Die Milchviehhaltung ist flächendeckender angesiedelt, allerdings auch intensiver in den nördlichen Küstenregionen und dem Voralpenland. Dennoch ist Deutschland aufgrund eines hohen Fleischkonsums auf Importe aus dem Ausland angewiesen, um die Nachfrage zu decken. Laut den Datensätzen von Eurostat werden Waren tierischen Ursprungs zu großen Teilen aus Südamerika bezogen und belasten damit unmittelbar die regionale Landnutzung. Brasilien und Argentinien stellen hauptsächlich die Lieferanten für die benannten Produkte dar. In den Jahren von 2008 bis 2010 beanspruchte Deutschland dabei über 3 Millionen Hektar Nutzfläche in beiden Ländern.

Abholzungen und die Konsequenzen für das Klima

Nicht nur Weidefläche für die Nutztiere, sondern auch Ackerfläche für den Anbau von Tierfutter werden zur Produktion von Fleisch und Milchprodukten benötigt. Seit 2004 gilt Brasilien als weltweiter Spitzenreiter im Export von Rindfleisch. Um die enormen Viehbestände zu beherbergen müssen dafür ständig neue Abschnitte des Amazonaswaldes weichen. Durch Abholzung und Brandrodung wird ein einzigartiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen zerstört. Der Massenkonsum übertrumpft hier den Artenschutz. Durch die Landnutzung für die Viehhaltung oder den Futteranbauentstehen allerdings noch langfristigere Konsequenzen für Umwelt und Klima. Abgesehen von der starken Methanproduktion, welche maßgeblich zum Treibhauseffekt beiträgt, führt auch die Anreicherung von Gülle zur Verschmutzung der Luft und zur Überdüngung des Bodenareals. Durch den Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden werden der Boden und umliegende Gewässer nachhaltig geschädigt, sodass durch eine Expansion dieser Landnutzung immer mehr Biotope zerstört werden. Die Photosynthese der verschiedenen Pflanzenarten ist zudem notwendig, um CO2 wieder in Sauerstoff umzuwandeln, was der Emission von Kohlenstoffdioxid in gewissem Maße entgegenwirkt. Sobald durch das Waldsterben diese Aufgabe eingeschränkt wird, fehlt ein wichtiger Gegenpol zum Treibhauseffekt. Im Hinblick auf das globale Klima wird somit die Erderwärmung begünstigt.

Ein verstärkter Fleischkonsum führt demnach unmittelbar zur Abholzung wichtiger Lebensräume wie dem Amazonas Regenwald. Durch eine bewusste, vegane Ernährungsweise kann diesem Risiko für Umwelt und Klima entgegengewirkt werden.

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