Alternativen für Plastik

Einfache Alternativen für Plastik im Alltag

Plastikfreie Lufterfrischer

Jeder kennt einige Gerüche, die Zuhause auftreten, aber die man am liebsten nicht riechen möchte. Sei es aus dem Schuhschrank, der Bereich um den Bio-Müll oder was auch immer. Zur Vermeidung bzw. besser zur Übertünchung dieser Gerüche greifen viele Menschen auf eine Dose Lufterfrischer zurück, sprühen ein paar Mal heftig in alle Richtungen und ersticken fast an dem Duft von Blumenwiese, Frühlingsfrische und welche Duftnote auch immer auf dem Lufterfrischer angepriesen war. Leider verschwindet der Geruch nur nicht davon, er wird nur überlagert.

Hierbei wird auch wird auch sehr viel Plastik verschwendet ohne das es notwendig ist. Eine Alternative ist zum Beispiel die Verwendung von Bambus-Aktivkohle. Diese

Eine kunststofffreie Alternative ist z.B. die Verwendung von Bambus-Aktivkohle. Diese luftreinigende Kohle ist seit langem schon in Autolüftungssystemen, Atemschutzmasken oder Dunstabzugshauben im Einsatz. Warum nicht auch in den eigenen vier Wänden auf diesen plastik-freien Lufterfrischer zurückgreifen? So kann man zum Beispiel Aktivkohlebeutel mit etwa 200 Gramm Kohle dort platziert werden, von wo die ungewünschten Gerüche in der Regel kommen.

Diese Aktivkohlebeutel als plastikfreie Lufterfrischer sind super einfach umgesetzt. Man legt diese Beutel einfach in die Nähe des unangenehmen Geruchs und lässt sie dort für einige Wochen. Es funktioniert von Anfang an und man kann sie einige Wochen lang benutzen. Dann müssen die Beutel auch mal gelüftet werden. Der Grund dafür ist, dass Aktivkohle die absorbierten Gerüche freisetzt, wenn es warm ist. Daher legen Sie die Beutel zum Lüften am besten in die Sonne. Danach kann der Beutel auch wieder eingesetzt werden.

Genauso ist es auch möglich Lavendel-Säckchen zu verwenden und die Luft ohne Plastik-Verschwendung zu erfrischen. Ein kleiner Tipp, ein Lavendel-Säckchen oder ein Stück Lavendel-Seife zwischen die Wäsche gelegt, vertreibt auch die Motten.

Zähneputzen ohne Plastik

Wurde man vor ein paar Jahren noch etwas beäugt, wenn man eine Zahnbürste auf Holz benutzt hat, so ist es heutzutage zum Glück keine Seltenheit mehr. Und wenn man mal ehrlich ist sind die in Plastik verpackten Plastikzahnbürsten im Grunde die veraltete Version der Zahnbürste und sie sollten gar nicht mehr verkauft werden. Daher freut es mich auch umso mehr, dass es inzwischen in fast jedem Geschäft, das Zahnbürsten verkauft, hölzerne Zahnbürsten zu kaufen gibt. Diese sind dann auch direkt kunststofffrei verpackt. Diese hölzernen Zahnbürsten werden in der Regel aus schnell wachsendem Bambus oder regionalem Buchenholz hergestellt. Die Borsten von Holzzahnbürsten bestehen beispielsweise aus Holzkohle, Rizinusöl oder einem organischen Kunststoff. Insofern sind sie wirklich komplett biologisch hergestellt.

Nebenbei sehen sie auch besser im Bad aus, als wenn dort irgendwelchen bunten, Schwingkopf Zahnbürsten mit dreifacher Federung im Zahnputzbecher stehen.

Duschgel und Shampoo ohne Plastik

Über den Daumen gepeilt verbrauchen wir etwa alle vier Wochen ein Duschgel und ein Shampoo, je nachdem wie oft man duscht, weil man viel Sport treibt oder nicht, kann das natürlich etwas variieren. Der Einfachheit halber kann man aber damit rechnen, dann wären es also 26 Flaschen pro Person pro Jahr und diese Flaschen sind in der Regel alle aus Plastik. Rechnet man dies nun mal hoch für das gesamte Land, dann kommt eine bestialische Menge zusammen.

Das spannende daran ist aber noch, dass das Plastik, das in den Flaschen steckt noch nicht einmal den gesamten Plastikverbrauch durch Duschgel und Shampoo abdeckt.

Warum das so ist? Viele der Hersteller verwenden Mikroplastik zum Strecken der Flüssigkeiten. Das Problem daran ist dann, dass diese Mini-Teile von Plastik nur sehr schwer bis gar nicht von den Kläranlagen gefiltert werden können, so gelangt wieder mehr Mikroplastik in die Meere. Dies ist ein großer Hebel wirklich Plastik zu sparen und es gibt plastikfreie Alternativen.

So sind mittlerweile Dusch- und Haarseifen am Stück wieder im Kommen und man findet sie nicht nur in Unverpackläden. Auch Bio-Supermärkte und Drogeriemärkte haben sie in der Regel im Sortiment. Im Grunde macht man auch hier einen kleinen Schritt zurück, wenn man sich bei der Verwendung von Seife am Stück an seine Kindheit erinnert fühlt. Für die Natur und unsere Umwelt ist es allerdings ein wahnsinniger Schritt in eine gesündere Zukunft, wenn wir den Plastikmüll durch Shampoo- und Duschgel verringern können.

Inzwischen sind diese Dusch- und Haarseifen auch in einer breiteren Palette von verschiedenen Düften erhältlich. Sie schäumen gut auf und man kann sich wunderbar damit waschen. Diese Seifen werden in der Regel ohne Plastik verpackt und bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Olivenöl, Lorbeeröl oder Mandelöl. Keine Mikrokunststoffe und keine Kunststoffverpackungen – so einfach kann der Umstieg sein.

Dann gibt es auch noch die No-Poo-Methode, die ich hier aufgrund der Vollständigkeit erwähne, allerdings selbst für etwas drastisch haalte. Bei dieser Methode verzichten wir ganz auf den Seife oder Shampoo, der natürliche Talg in unserem Haar kann die Funktion eines Shampoos übernehmen.

Küchen-Helfer ohne Plastik

Wenn wir am Herd stehen, um zum Beispiel eine leckere vegane Pizza zubereiten oder einen Salat machen wollen, dann verwenden wir oft einen Plastiklöffel oder andere Küchen-Helfer aus Plastik.

Neben dem Effekt, dass all diese Geräte hergestellt worden sind und auch irgendwann wieder in den Müll wandern und so den Plastik-Abfall weiter in die Höhe treiben, ist es in der Küche besonders schädlich Plastik zu verwenden.

Die Gefahr bei Küchengeräten aus Plastik ist die, dass sie anbrennen können und so die Giftstoffe im Kunststoff durch Hitze freigesetzt werden. Daher wird die Verwendung von Alternativen aus Holz oder Edelstahl dringend empfohlen.

Unterwegs ohne Plastik

Leider geht es in unserer Gesellschaft viel zu oft darum mehr in kürzerer Zeit zu schaffen, schneller zu sein und Dinge am besten parallel zu erledigen. Immer den Kopfhörer im Ohr und noch ein Telefonat führen, während man dabei ist seinen Coffe To-Go zu bestellen, den man auf dem Weg ins Büro noch schnell trinken will. Wir haben uns in vielen Teile in sehr kurzer Zeit zu einer gestressten Gesellschaft entwickelt. Um diesen Stress einzudämmen und etwas unter Kontrolle zu halten, reduzieren wir leider viel zu oft die Qualität und die Nachhaltigkeit unseres Konsums. Ob Kaffee, das Mittagsessen oder ein Snack zwischendurch auf die Hand – alles muss am besten super komfortabel und schnell sein. Die Supermärkte reagieren natürlich auf diesen Trend, sie wollen ja bloß keinen Umsatz liegen lassen und forcieren ihn daher noch etwas. Der Trend zur permanenten Zeitersparnis wird von den Supermärkten zum Beispiel durch in Plastik verpackte Convenience-Produkte weiter gepusht. Auf diese Weise hinterlassen wir Berge von Plastikmüll ohne es vielleicht zu bemerken, weil wir uns gar nicht mehr darum kümmern.

Arbeiten ohne Plastik

Schnell auf dem Weg zur Arbeit noch einen semi-passablen und überteuerten Kaffee zum Mitnehmen aus dem Papier-Kunststoff-Becher geholt, dann mittags zum Imbiss und dort in Folie verpacktes und in der Plastiktüte überreichtes mittelmäßiges Essen besorgt. So sieht der Alltag für sehr viele Menschen aus und das obwohl dieses Verhalten ist nicht nur schädlich für den Geldbeutel ist, sondern auch jede Menge endlosen Plastikmüll verursacht. Und um ehrlich zu sein, ist Deutschland in diesem Fall wirklich eher ein Parade-Beispiel für die Nachhaltigkeit. In anderen Ländern sind noch mehr Dinge verpackt oder werden viel schlechter entsorgt als es hier der Fall ist.

Dennoch: auch in Deutschland füllen stündlich unzählige Becher mit Kunststoffdeckeln und Plastik-Stäbchen zum Umrühren die Mülleimer. Und das, obwohl es auch seit vielen Jahren Mehrweg-Thermo-Becher gbt. Diese halten den Kaffee lange warm, können dauerhaft verwendet werden und außerdem ist der Kaffee, den Sie so auch von Zuhause mitnehmen können, schmackhafter und billiger als die To-Go-Variante.

Diese wiederverwendbaren Becher können Sie aber auch in den Coffee-Shops oder dort, wo Sie Ihren „to go“-Kaffee kaufen, häufig nachfüllen lassen.

Die Reduzierung von Kunststoffabfall durch Einwegbecher ist also wirklich unkompliziert. Übrigens gilt dasselbe für Plastikflaschen – nehmen Sie einfach die Mehrwegflasche und das Problem ist gelöst.

Natürliche Kleidung – Mode ohne Plastik

Wer Hemden, Schuhe und generell Kleidung online bestellt, bekommt sie kurz darauf in Plastikfolie verpackt nach Hause geliefert. Auch in den Geschäften vor Ort werden die Waren meist noch in eine Plastiktüte gepackt. Dies alleine ist schon eine Verschwendung von Plastik. Aber leider ist es nicht nur die Verpackung unserer Kleidung, die den Plastikmüll verursacht. Ein Blick auf die vielen Zettel in unseren eigenen Kleidern lässt keinen Zweifel aufkommen, sofern man sie überhaupt verstehen kann. Polyester, Nylon, Polyacryl – ja, auch unsere Kleidung besteht immer mehr aus Kunststoff. Kleine, dünne Plastikfasern sind in die meisten unserer Hemden, Pullover, Hosen oder Oberteile eingearbeitet. Wie die Einkaufstasche werden auch diese kleinen Fasern aus destilliertem Erdöl hergestellt. Die Modeindustrie, die förmlich außer Kontrolle geraten und steigert den Verbrauch noch stärker als bisher, da kurzlebige Kleidung in großem Maßstab und zu niedrigen Kosten unter produziert wird. Bei jeder Wäsche werden viele Kunststoffpartikel aus unseren Klamotten freigesetzt und gelangen auch wieder in die Meere. Es ist verrückt! Weder Waschmaschinen noch Kläranlagen können sie aufhalten. Auf diese Weise gelangt ein erheblicher Teil des Plastiks in die Meere.

Durch überflüssige Verpackungsfolien, zahllose Waschgänge und ausrangierte Textilien in der Natur verursachen wir unendlich viel Kunststoffabfall als Folge unseres Textilverbrauchs.

Wir können den durch dünne Verpackungsfolien verursachten Abfall sicher reduzieren, indem wir vor Ort oder auch online in nachhaltigen Shops einkaufen.

Plastiktüten sollten beim Kauf von Textilien sowie beim Kauf von Lebensmitteln durch eine Jute-Tasche, einen Rucksack oder einen Korb ersetzt werden.

Natürliche Mode bewahrt uns davor, dass Plastik ins Meer gespült wird. Und wenn ein Hemd ohne Plastik im Meer landet, wird es durch Wind und Wetter innerhalb von ein paar Monaten vollständig in seine einzelnen abbaubaren Teile zerfallen.

Es gibt also Alternativen und wir müssen unsere Herzen für natürliche Kleidung öffnen und bereit sein, neue Dinge auszuprobieren. Ein minimalistischer Lebensstil spielt dabei auch eine Rolle bei der Vermeidung von Abfall, man sollte nur Dinge in seinem Schrank haben, die man tatsächlich auch trägt. Der Rest kann man verkaufen, verschenken oder spenden in Zukunft auf noch sinnvollere Weise einkaufen.

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